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"Medienkonsum - Auswirkungen auf die Kinderseele"
Koryphäe der Psychiatrie und Psychologie an der Grundschule Marktl –
Es bedurfte keiner Präsentationen oder sonstiger Hilfsmittel: Frau Dr. Liebmann, Psychiaterin, Psychologin, ärztliche Direktorin der Ameos-Klinik in Simbach am Inn, Vorstand des „Bündnisses gegen Depression“ und aktive Rednerin bei verschiedensten Vorträgen zu ihrer Lebensaufgabe, der „Besserung des psychischen Gesundheitszustandes“ ihrer Patienten, sprach frei vor ihrem Publikum und dieses hing an ihren Lippen.
Mit Augenzwinkern begründete sie ihr umfangreiches, ehrenamtliches Engagement auch damit, dass sie „nachher nicht mehr so viel Arbeit“ in der Therapie hat. Und so referierte sie in eineinhalb Stunden vor ca. 60 interessierten Eltern und den Lehrerinnen der Grundschule in sehr verständlicher Sprache und unterlegt mit Beispielen ganz besonders über die Wichtigkeit und den hohen Wert der elterlichen Erziehungspflicht, begründet mit den Entwicklungsstadien und -phasen, die jeder Mensch durchläuft und deren Ablauf nicht behindert werden sollte, um einen psychisch gesunden Menschen heranreifen zu lassen. Gerade die ersten Lebenswochen,- monate und -jahre sind dabei enorm wichtig. Dabei käme es, so die Ärztin, keineswegs auf die großen Events oder Unternehmungen an, sondern sie sprach von der großen Bedeutung des „ganz Normalen“, von Präsenz, Ritualen, Aufgabenverteilung und Sicherheit im Elternhaus. Kinder müssten daneben auch in kleinen, altersgemäßen Schritten lernen, Frustration und Grenzen zu ertragen. Aufgrund des Verständnisses für diese Zusammenhänge erklärte sich dann auch fast selbstredend, wie sehr durch den allgegenwärtigen Gebrauch von Handys und der Beschäftigung mit den sogenannten „sozialen“ Medien eine Reizüberflutung, ein Sog in durch rein wirtschaftliche Interessen begründete Algorithmen und damit einhergehend eine Trennung, ein Kappen der so wichtigen Verbindung zwischen Kindern und Erziehenden stattfindet. Die besonders wichtige Vorbildrolle der Erwachsenen wurde ebenso erwähnt wie die Unfähigkeit von Kindern, auch noch im Grundschulalter, selbstverantwortlich mit den digitalen Medien umzugehen. Gleichzeitig betonte Dr. Liebmann die Professionalität und Qualität unseres medizinischen Systems, das gerade bei Kindern sehr effektiv und rasch zur Überwindung von Störungen führen oder Auffälligkeiten therapieren kann. Abschließend beantwortete die Ärztin noch Fragen der Eltern und Lehrerinnen und stand sogar noch für kurze persönliche Gespräche zur Verfügung. Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sich die Schulleitung bei der sympathischen Referentin und verabschiedete sich auch von Dr. Liebmanns Ehemann und ihrem anderen treuen Begleiter, ihrem kleinen Hund „Prinzregent Xaver“. |
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